Pilotseye 03 Zürich - Shanghai

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Pilotseye 03  Zürich - Shanghai
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Produktinformationen "Pilotseye 03 Zürich - Shanghai"

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Engine aus – und zurück nach Haus

Im Simulator alle drei Monate trainiert, in der Realität äußerst selten. Wenige Minuten nach dem Start in Zürich zeigt die Öltemperatur für Triebwerk 3 plötzlich den doppelten Wert des erlaubten. Für Flottenchef Thomas Frick und First Officer Manuela Durussel beginnen hochkonzentrierte Minuten mit zahlreichen Maßnahmen, um die kritische Temperatur wieder in den Griff zu bekommen. Nach 15 Minuten dann der nüchterne Satz von Copilotin Manuela: „Ich fliege jetzt 17 Jahre und habe noch nie umkehren müssen, heute ist es wohl das erste Mal“. Während die Fluggäste am Gate in eine wartende Ersatzmaschine umsteigen, trifft PilotsEYE.tv die Cockpitcrew erneut sechs Monate später, um den Flug – dann erfolgreich – zu absolvieren.

Dieser einzigartige Einblick in ein „abnormal Procedure“, einen unplanmäßigen Zwischenfall, ist im Hauptfilm mit den entscheidenden Momenten und im Bonusteil mit dem gesamten Geschehen, inklusive der Original-Checklisten zu bestaunen.

Wer flirtet fliegt

Privatgespräche auf der offiziellen Funkfrequenz sind streng verboten. Umso erstaunter sind die Blicke von Copilotin Manuela als plötzlich ein männliches „Manu?“ aus dem Lautsprecher tönt. Schnell sind die wichtigsten Freundlichkeiten mit dem Kollegen ausgetauscht, wissend, dass jetzt wahrscheinlich ein paar hundert Menschen in anderen Flugzeugen und am Boden heftig schmunzeln. Die ironische Bemerkung des Flugkapitäns „flieg nie mit Frauen, denn die flirten immer gleich mit dem gesamten Luftraum“ zeigt, dass bei dieser Crew auch unter Stress noch Freude an der Arbeit herrscht.

1000 Meilen Umweg

Bedingt durch laufende Vertragsverhandlungen darf Russland heute nicht überflogen werden. Die Ausweichroute führt im Süden über Rumänien, Georgien und Kasachstan nach China. Der Mehrverbrauch, der durch die 1900 Kilometer entsteht, ist aber noch immer preiswerter, als die Überfluggebühren zu zahlen. Für die Crew der HB-JMB „Liestal“ aber ein ganz normaler Vorgang, der sich nur in der größeren Tankfüllung niederschlägt.

Kein Cockpit ohne Küchenwecker

Eine Besonderheit aller Swiss-Cockpits ist der im Overhead Panel eingebaute Küchenwecker, der besonders hilfreich bei zeitkritischen Aufgaben ist. Thomas Frick demonstriert dieses wie er es nennt „analoge Monster im Kreise der volldigitalen Schalter und Anzeigen“. Wer noch mehr Lust auf Erklärungen aus erster Hand hat, der entscheidet sich für Tonspur 2, und hört – zusätzlich zum normalen Ton – den Kommentar des Kapitäns zu jeder Szene.

Der Autopilot sieht einfach besser

In leicht verständlichen Erklärungen zeigt PilotsEYE.tv in dieser Folge, wie Piloten in einer Null-Sicht-Situation das Flugzeug trotzdem unaufgeregt und präzise landen. Heute entscheiden sich die beiden für einen „Monitored Approach“. Dabei lässt Flugkapitän Thomas Frick den Autopiloten bis auf 30 Meter über Boden an die Landebahn heranfliegen und übernimmt dann das Steuer, um per Hand zu landen. Die Ruhe und Konzentration der Piloten gibt dem Zuschauer die Möglichkeit, den Moment der größten Anspannung selbst mitzuerleben.

Im Skilift über die Dächer von Shanghai

„Ich fahre in einem Skilift über eine saftige Schweizer Kuhwiese, mit Blick auf den Stadtteil Pudong, an dem gerade ein Öltanker vorbeifährt“, lautet das Bilderrätsel von Thomas Frick. So etwas gibt’s nur einmal – nämlich auf der EXPO 2011, eingefangen auf dem Dach des Schweizer Pavillons. Einer von drei Plätzen, zu denen Kapitän Frick seine Crew einlädt. Noch höher hinaus geht es dann auf der mit 474 Metern, welthöchsten Besucherplattform im WFC, dem liebevoll Flaschenöffner genannten „Shanghai World Financial Center“. Und zu guter Letzt wird in einem der besten Restaurants der Stadt getafelt, im T8, das von dem befreundeten Schweizer Walter Zahner geleitet wird, der sich schon auf die von Thomas mitgebrachten Würste und den Schümli-Kaffee freut.

Warteschleife mit 800km/h

Kurz nach dem verregneten Start in Shanghai verlangt der chinesische Fluglotse plötzlich, einen sogenannten Orbit – einen Vollkreis – zu fliegen, um den korrekten Abstand zu den anderen Flugzeugen zu gewährleisten. Eine seltene Maßnahme, die sofort mit ungefähr einer Tonne Kerosin-Mehrverbrauch zu Buche schlägt.

Ausweichroute bei Druckverlust

Da man bei einem Druckverlust in der Kabine nicht schnell genug auf die erforderlichen maximal 3000 Meter sinken könnte, verlangen die Hochgebirge im Grenzgebiet zwischen China und Kasachstan eine spezielle Vorbereitung. Diese sogenannte Escape-route, also eine Art Fluchtkorridor, wird vorher bereits in das Navigationssystem als alternative Route einprogrammiert. Thomas Frick erklärt – mittels der Lido-Originalkarten und dargestellt mit Google Earth – das genaue Vorgehen.

Der Aralsee – oder was noch davon übrig ist

Es ist ein wunderschöner und zugleich trauriger Anblick, wie sich die Salzringe um die letzten Pfützen des Sees legen, der einmal der viertgrößte Binnensee der Erde war. PilotsEYE.tv zeigt eine Moment­aufnahme von einer der größten von Menschen verursachten Umweltkatastrophen. Ein sterbendes Gewässer, das sich wie zum Abschied in der Form eines Herzens präsentiert.

Adrenalin am Final

Es sind nur noch wenige Minuten, die den Airbus A340-313 mit der Kennung HB-JMA vom sicheren Flughafen trennt, als das TCAS, das „traffic alert and collision avoidance system“ anschlägt. Ein vom Tower angekündigtes startendes Flugzeug hat sich so weit genähert, dass die Piloten für einen Moment aus ihrer Landevorbereitung herausgerissen werden. Denn selbst mit Vorwarnung ist das Alarmsignal „Traffic–Traffic“ immer Garant für einen Adrenalinstoß.

Laufzeit: 120 min
Flug-Nr.: LX 188/189
Flugzeug: Airbus A340-313

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